Liebe Bitlers,
Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der Frage, wie unabhängig eine Zentralbank bleiben kann, wenn der fiskalische Druck der Politik wächst und ein Präsident sogar juristische Mittel gegen ihren Vorsitzenden einsetzt. Der Machtkampf zwischen Donald Trump und Jerome Powell spitzte sich weiter zu und sorgte für spürbare Unsicherheit an den Märkten. Klassische Safe Havens wie Gold und Silber, aber auch Bitcoin, konnten davon profitieren. Bitcoin startet die Woche bei 79.840 Euro. Auch die Fundamentaldaten hellten sich auf, insbesondere die Hashrate legte im Wochenvergleich deutlich zu.

Parallel dazu erhielt der Bitcoin-Kreditanbieter Firefish die MiCA-Lizenz für den europäischen Markt, während die Abstimmung über den CLARITY Act im US-Senat erneut verschoben wurde. Trotz weiterer Bitcoin-Käufe von Strategy reagierten die Märkte insgesamt zurückhaltend. Das und mehr in der KW 03-Ausgabe des Bits&Satoshis Weekly.

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Trump vs Powell spitzt sich zu und schafft Unsicherheit im Markt, profitiert Bitcoin davon?

Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell verschärfen den Machtkampf zwischen Politik und Notenbank und stellen die Unabhängigkeit der Federal Reserve offen infrage. Die wachsende Unsicherheit treibt klassische Safe Havens wie Gold und stärkt zugleich das langfristige Narrativ von Bitcoin als alternatives, nicht-politisches Geldsystem.

Die US-Justiz hat Ermittlungen gegen Jerome Powell eingeleitet. Offizieller Anlass ist eine angebliche Irreführung des Kongresses im Zusammenhang mit der kostenintensiven Renovierung der Fed-Zentrale in Washington. Powell weist die Vorwürfe zurück und sieht darin einen Vorwand, um politischen Druck auf die Notenbank auszuüben, in einer Phase zunehmender Spannungen mit Donald Trump, der den Fed-Chef seit Monaten wegen aus seiner Sicht zu zögerlicher Zinssenkungen kritisiert und ihn formal nicht entlassen kann.

Die Ermittlungen stoßen auf starken Widerstand: Ehemalige Fed-Chefs, US-Senatoren sowie internationale Zentralbanker äußern öffentlich ihre Solidarität mit der Federal Reserve und warnen eindringlich vor einer Untergrabung ihrer Unabhängigkeit. Ökonomen sprechen zunehmend von „Lawfare“, dem strategischen Einsatz juristischer Mittel zur politischen Einschüchterung von Institutionen. Selbst ein enger Vertrauter Trumps, Finanzminister Scott Bessent, soll intern von „angerichtetem Chaos“ gesprochen haben und warnt vor negativen Folgen für die Finanzmärkte sowie vor zusätzlichen Hürden bei der anstehenden Neubesetzung des Fed-Chefs. Präsident Donald Trump macht derweil unmissverständlich klar, dass ein neuer Fed-Vorsitzender seinen geldpolitischen Vorstellungen folgen müsse, ein Signal, das die Unsicherheit an den Märkten weiter erhöht.

Die Märkte reagierten prompt auf die weitere Zuspitzung des Konflikts zwischen Donald Trump und Jerome Powell. Klassische „Safe Havens“ wie Gold und Silber legten deutlich zu und stiegen auf rund 3.962 Euro je Unze beziehungsweise 77,71 Euro je Feinunze. Auch Bitcoin konnte im Wochenverlauf zulegen und erreichte zwischenzeitlich knapp 84.000 Euro. Während die Welt gespannt beobachtet, wie sich der Machtkampf zwischen Politik und Notenbank weiter zuspitzt, ist bereits jetzt klar: Die Unabhängigkeit der Federal Reserve steht zunehmend zur Disposition.

Donald Trump zeigt klar, dass er bereit ist, seine Macht auszuspielen. Um seine „America-First“-Agenda umzusetzen und wirtschaftliche Ressourcen wieder stärker im Inland zu bündeln, benötigt die Regierung erhebliche finanzielle Mittel. Diese lassen sich kaum allein über Zölle aufbringen, sondern dürften auch über eine Ausweitung der Geldmenge und dauerhaft niedrige Zinsen finanziert werden. Vor diesem Hintergrund erscheint der zunehmende politische Druck auf die FED wenig überraschend. Entscheidend wird sein, wie unabhängig der neue Fed-Chef tatsächlich agieren kann, oder wie stark geldpolitische Entscheidungen künftig fiskalischen Interessen folgen müssen.

📄Quellen: FAZ WiWo Blocktrainer

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HEADLINES

  • 🏦 Bitcoin und weitere Kryptowährungen künftig direkt für Privatkunden der Volks- und Raiffeisenbanken handelbar (Quelle: BTC-ECHO)

  • 🥩 Stake ’n Shake erweitert seine Bitcoin-Unternehmensreserve um 10 Mio. US-Dollar (Quelle: CoinMarketCap)

  • 🛑 NASDAQ-Delisting-Risiko für Bitcoin-haltende Unternehmen nach massiven Kursverlusten (Quelle: Blocktrainer)

  • 🇺🇸 CLARITY Act verzögert sich: US-Senat verschiebt Abstimmung zur Krypto-Marktregulierung (Quelle: Yahoo Finanzen)

  • 🛂 Krypto-Berater des Weißen Hauses dementiert Verkauf beschlagnahmter Samourai-Wallet-Coins (Quelle: BTC-ECHO)

  • 💶 EU hofft auf neue südamerikanische Märkte durch MERCOSUR-Freihandelsabkommen (Quelle: Tagesschau)

  • 🛍 Strategy stockt Bitcoin-Bestände um 13.627 BTC auf – Märkte bleiben dennoch zurückhaltend (Quelle: BTC-ECHO)

  • 📏 US-Senat legt neues Marktstrukturgesetz für Kryptowährungen vor und schafft mehr Rechtssicherheit für Blockchain-Entwickler (Quelle: finanzen.net)

  • BIP 3 modernisiert den Bitcoin-Vorschlagsprozess – mehr Klarheit, weniger Missverständnisse (Quelle: Blocktrainer)

FEAR-GREED INDEX

Quelle: CoinStats

COIN SNAPSHOT

Quell: CoinMarketCap (19.01.2026; 16:52)

🪪 Firefish erhält MiCA-Lizenz und stärkt seine Position im europäischen Bitcoin-Markt

Mit der MiCA-Lizenz stärkt Firefish seine rechtliche Position in Europa und zeigt, dass Bitcoin-native Geschäftsmodelle auch unter strenger Regulierung tragfähig bleiben.

Die Bitcoin-Kreditplattform Firefish verfügt seit dem 2. Januar 2026 offiziell über eine MiCA-Lizenz und zählt damit zu den ersten Bitcoin-nativen Anbietern in Europa, die unter dem neuen regulatorischen Rahmen operieren. Für Firefish schafft MiCA vor allem Rechtssicherheit für den europäischen Betrieb, geht jedoch auch mit erhöhtem regulatorischem Aufwand einher, ohne Bitcoin selbst unmittelbar zu beeinflussen.

2025 konnte Firefish seine Position deutlich ausbauen: Über 3.500 BTC wurden über die Plattform abgewickelt, die Nutzerbasis wuchs auf 25.000 Nutzer in 69 Ländern, bei einer makellosen Bilanz ohne Liquidationen und das selbst in volatilen Marktphasen. Dieses konservative Risikomanagement bleibt ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.

Für 2026 kündigt Firefish mehrere größere Produkt-Updates an. Mit der MiCA-Lizenz positioniert sich das Unternehmen gezielt für den regulierten europäischen Markt, ohne sein Bitcoin-natives Modell aufzugeben: Das Kollateral bleibt ausschließlich Bitcoin, das Risikoprofil bewusst konservativ. Aus unserer Sicht ist die Lizenzvergabe ein weiteres positives Signal für das wachsende Bitcoin-Ökosystem in Europa.

📄Quellen: Firefish Blocktrainer

Ob sich Bitcoin in Phasen erhöhter Unsicherheit dauerhaft als Safe Haven als Asset #1 etabliert, bleibt weiter offen. Bislang war die Nachfrage nach Gold und Silber deutlich stärker. Klar ist jedoch: Geopolitisch wie geldpolitisch dürften die kommenden Monate unter dem US-Präsidenten weiter von Spannung und Unsicherheit geprägt sein. Umso wichtiger ist es, einen kühlen Kopf zu bewahren und langfristig zu denkenStack Sats.

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Dein Bits&Satoshis Team

Disclaimer: Dieser Newsletter dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Der Newsletter bietet keine Finanzberatung, und die hier bereitgestellten Inhalte stellen keine Anlageberatung dar. Bitte führe stets eigene Recherchen durch und konsultiere bei Bedarf einen professionellen Berater, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst. Investitionen in Bitcoin und Vermögenswerte sind mit Risiken verbunden.

1 Hashrate: Die Hashrate ist die Geschwindigkeit, mit der das Bitcoin-Netzwerk kryptografische Berechnungen durchführt, um neue Blöcke zu finden und Transaktionen zu sichern. Wenn die Hashrate steigt, arbeiten mehr Computer im Bitcoin-Netzwerk, was es sicherer macht und das Mining schwerer. Wenn die Hashrate fällt, machen weniger Computer mit, das Netzwerk wird etwas unsicherer und das Mining leichter.

2 US ETF Bitcoins: Der steigende Bitcoin-Besitz der US-ETFs zeigt, dass institutionelles Interesse und Vertrauen in Bitcoin zunehmen, was zu höherer Liquidität, potenziellem Preisdruck nach oben und einer größeren Akzeptanz als etabliertes Anlagegut führen kann.

3 Mining Difficulty: zeigt, wie schwer es ist, im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Block zu finden, und passt sich etwa alle zwei Wochen an, damit im Schnitt alle 10 Minuten ein Block entsteht.
Sie ist ein relativer Wert ohne Einheit – etwa bedeutet eine Difficulty von 80 T, dass das Mining 80 Billionen Mal schwieriger ist als zu Beginn des Netzwerks.

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