
Liebe Bitlers,
Während sich das Preismomentum an den Märkten und auch bei Bitcoin zu Wochenbeginn wieder gedreht hat (Wochenstart bei 58.277 EUR), bleibt die Nervosität hoch. Vor allem geopolitische Risiken, insbesondere die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, sorgen weiterhin für Unsicherheit.
Gleichzeitig kam es auf der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb zu einem außergewöhnlichen technischen Fehler: Hunderttausende Bitcoin wurden irrtümlich an Nutzer gutgeschrieben, was zu einem lokalen Flash-Crash auf rund 55.000 USD und einem kurzzeitigen Handelsstopp führte.
Für zusätzliche Diskussionen sorgte zudem die These, dass bankengetriebene Absicherungsmechaniken rund um IBIT-Optionen den jüngsten Abverkauf verstärkt haben könnten mit Verkaufsdruck, der sich über Futures bis in den Spot-Markt entlud.
Politisch bleibt es ebenfalls spannend: In Washington wurde über mögliche Zinszahlungen auf Stablecoins verhandelt, während China sein striktes Krypto-Verbot erneut bekräftigte. Alle Details lest ihr in der heutigen Ausgabe.
🔑 KENNZAHLEN
📉 Milliarden-Panne bei Bithumb löst lokalen Bitcoin-Flash-Crash aus
Ein interner Buchungsfehler bei der südkoreanischen Kryptobörse führte dazu, dass statt kleiner Werbeprämien versehentlich hunderttausende Bitcoin gutgeschrieben wurden. Der daraus resultierende Verkaufsdruck verursachte einen kurzzeitigen Flash-Crash auf der Plattform, blieb jedoch ohne spürbare Auswirkungen auf den globalen Bitcoin-Markt.
Ein interner Buchungsfehler bei der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb hat am Freitag kurzzeitig für massives Chaos gesorgt:
Statt einer geplanten Werbeprämie von umgerechnet 1,37 US-Dollar wurden einzelnen Nutzern versehentlich 2.000 Bitcoin gutgeschrieben. Insgesamt landeten so rund 620.000 BTC fehlerhaft in Nutzerkonten, was einem rechnerischen Wert von etwa 44 Milliarden US-Dollar entspricht.
Viele Empfänger versuchten umgehend, die irrtümlich gutgeschriebenen Bitcoin zu verkaufen. Die Orderbücher auf Bithumb konnten den Verkaufsdruck nicht auffangen, was zu einem lokalen Flash-Crash von bis zu 17 % führte. Zeitweise wurde Bitcoin auf der Plattform bei umgerechnet 55.000 US-Dollar gehandelt, deutlich unter dem Preis anderer Börsen.
Die starken Kursausschläge beschränkten sich nahezu vollständig auf den BTC/KRW-Handel bei Bithumb. Auf anderen internationalen Börsen blieb der Bitcoin-Preis weitgehend stabil, da der Verkaufsdruck ausschließlich innerhalb der betroffenen Plattform entstand. Der südkoreanische Anbieter kündigte an, interne Prozesse und Kontrollmechanismen zu überarbeiten, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden.
📄Quellen: Reuters ↗ BTC-ECHO ↗ Blocktrainer ↗
HEADLINES
🏦 CLARITY Act vor dem Durchbruch? Banken und Krypto im Weißen Haus – der Kampf um Stablecoin-Zinsen (Quelle: CVJ)
📈 BlackRocks Bitcoin-Spot-ETF IBIT verzeichnet wieder Zuflüsse von 230 Mio. USD (Quelle: BTC-ECHO)
🏙 coinfinity Coinfinity sichert bitcoin.wien und baut Wiens zentralen Ort für Bitcoin-Bildung aus (Quelle: coinfinity)
💶 Bitsurance schließt Finanzierungsrunde für Bitcoin-Versicherungslösung ab (Quelle: Blocktrainer)
⛏Bitcoin-Mining-Difficulty fällt infolge des US-Wintersturms “Fern” um 11,16 % (Quelle: BTC-ECHO)
🇨🇳 China bekräftigt Krypto-Verbot und untersagt Yuan-basierte Stablecoins (Quelle: Blocktrainer)
Strategy Q4 Earnings
Wir testen ein neues Format: Strategy (MSTR) als größter börsennotierter Bitcoin-Proxy.
Ziel ist es, euch regelmäßig Updates zu geben – zu Kapitalmarkt-Moves, Bitcoin-Beständen und wichtigen Events wie dem Earnings Call vom vergangenen Freitag.
Highlights:
Strategy ist jetzt offiziell eine Bitcoin-Treasury-Company (713.502 Bitcoin, Ø $76.052 pro BTC, Gesamtinvest: $54,3 Mrd)
2025 war ein Rekordjahr am Kapitalmarkt ($25,3 Mrd. Kapital aufgenommen
Größter Equity-Emittent in den USA 2025 (~8 % des Gesamtmarkts)
Starkes Risikomanagement für Drawdowns (Aufbau $2,25 Mrd. USD-Reserve, was 2,5 Jahre Dividenden und Zinsen abdeckt)
2026 soll Stretch (das Income Produkt - Variable Rate Perpetual Preferred Stock) weiter ausgerollt werden
Statt Nervosität zeigte das Management vor allem Routine.
Strategy hat bereits mehrere Drawdowns erlebt – und genau so klang auch dieser Earnings Call: ruhig, kontrolliert und mit klarem Plan.
Entsprechend fiel auch die Marktreaktion aus: Die Aktie legte am Freitag um y % zu.
📄Quellen: Strategy ↗ Earnings Call ↗
Bist Du an regelmäßigen Updates zu Strategy (MSTR) interessiert?
FEAR-GREED INDEX

Quelle: CoinStats
COIN SNAPSHOT

Quelle: CoinMarketCap (09.02.2026; 17:32)
🏦 Sind Banken der Auslöser? Wie IBIT-Hedging den Bitcoin-Abverkauf verstärkt haben könnte
Nach Bitcoins jüngsten Kursrutsch rückt eine ungewöhnliche Erklärung in den Fokus. Nicht Panikverkäufe, sondern bankengetriebene Absicherungsmechaniken rund um den Spot-Bitcoin-ETF IBIT könnten den Abverkauf verstärkt haben. Auffällige Daten aus dem ETF- und Optionsmarkt deuten darauf hin, dass klassische Finanzprodukte in dieser Phase als Verstärker der Abwärtsspirale wirkten.
Nach dem jüngsten Bitcoin-Kursrutsch sorgt eine These für Diskussionen. Nicht Panikverkäufe oder schlechte Nachrichten sollen den Abverkauf ausgelöst haben, sondern bankengetriebene Absicherungsmechaniken rund um den Spot-Bitcoin-ETF IBIT von BlackRock. Ausgerechnet klassische Finanzprodukte könnten damit zum Verstärker der Volatilität geworden sein.
Der frühere Investmentbanker und BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes argumentiert, dass strukturierte Produkte und ETF-Optionen auf IBIT automatische Verkaufsprozesse ausgelöst haben. Banken und Market Maker sichern solche Produkte über Futures, Optionen oder direkt über Bitcoin ab. In der Nähe kritischer Kursmarken kann dieses Hedging sprunghaft eskalieren und mechanischen Verkaufsdruck erzeugen, völlig unabhängig von Marktstimmung oder Fundamentaldaten.
Auffällig waren das Rekordvolumen im Handel mit dem IBIT-ETF, ein explodierender Optionsmarkt mit Prämien von rund 900 Mio. USD sowie gleichzeitig ausbleibende massive ETF-Abflüsse.
Diese Kombination ließ einige Marktbeobachter vermuten, dass ein stark gehebelter Hedgefonds unter Margin-Druck geraten sein könnte. Andere Analysten widersprechen: Sie sehen eher breites Risikomanagement und Marktpanik, nicht den Kollaps eines einzelnen Akteurs.
📄Quellen: CoinDesk ↗ Blocktrainer ↗NEWSBTC ↗
Ob Flash-Crashs, Options-Hedging oder geopolitische Spannungen. Die kurzfristigen Auslöser wechseln ständig. Was bleibt, ist ein Netzwerk, das stärker, größer und kapitalintensiver wird. Die Schlagzeilen ändern sich jede Woche. Der langfristige Trend deutlich seltener.
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1 Hashrate: Die Hashrate ist die Geschwindigkeit, mit der das Bitcoin-Netzwerk kryptografische Berechnungen durchführt, um neue Blöcke zu finden und Transaktionen zu sichern. Wenn die Hashrate steigt, arbeiten mehr Computer im Bitcoin-Netzwerk, was es sicherer macht und das Mining schwerer. Wenn die Hashrate fällt, machen weniger Computer mit, das Netzwerk wird etwas unsicherer und das Mining leichter.
2 US ETF Bitcoins: Der steigende Bitcoin-Besitz der US-ETFs zeigt, dass institutionelles Interesse und Vertrauen in Bitcoin zunehmen, was zu höherer Liquidität, potenziellem Preisdruck nach oben und einer größeren Akzeptanz als etabliertes Anlagegut führen kann.
3 Mining Difficulty: zeigt, wie schwer es ist, im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Block zu finden, und passt sich etwa alle zwei Wochen an, damit im Schnitt alle 10 Minuten ein Block entsteht.
Sie ist ein relativer Wert ohne Einheit – etwa bedeutet eine Difficulty von 80 T, dass das Mining 80 Billionen Mal schwieriger ist als zu Beginn des Netzwerks.