Lieber Bitlerin,
trotz anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten hält sich Bitcoin zum Wochenstart stabil bei rund 69.000 US-Dollar. Gleichzeitig steigt die Netzwerkaktivität weiter: Die globale Hashrate erreicht erneut Rekordwerte, auch Difficulty und ETF-Bestände ziehen wieder an.

Parallel entwickeln sich neue Strukturen rund um Bitcoin. Strike erweitert sein Angebot um bitcoinbesicherte Kreditlinien, während sich in der Mining-Industrie zunehmend ein hybrides Modell aus Bitcoin-Mining und KI-Rechenzentren herausbildet.

Auch auf Unternehmensseite bleibt Bewegung: Strategy (ehemals MicroStrategy) baut seine Bitcoin-Bilanz weiter aus. Michael Saylor kaufte zuletzt erneut tausende BTC für die Unternehmensreserve.

Das und vieles mehr aus der vergangenen Woche lest ihr wie immer in unserem Weekly.

🔑 KENNZAHLEN

1001,81 EH/s

🔼 3,68%

(966,21 EH/s/pw)

1.279.533 BTC

🔼 0,59%

(1.272.069 BTC/pw)

145,04 T

🔼 0,42%

(144,44 T/pw)

📉 Leben dank eines Bitcoin-Kredit?

Strike erweitert sein Angebot um eine Bitcoin-besicherte Kreditlinie. Damit können Nutzer Liquidität aus ihren BTC-Beständen ziehen, ohne sie zu verkaufen. Ein Modell, das klassische Finanzmechanismen zunehmend in die Bitcoin-Ökonomie überträgt.

Bitcoin-Zahlungsanbieter Strike erweitert sein Angebot um eine Bitcoin-besicherte Kreditlinie. Mit der sogenannten Bitcoin Line of Credit (BLOC) können Nutzer Fiatgeld gegen ihre BTC als Sicherheit leihen, ohne ihre Coins verkaufen zu müssen. Die Idee folgt einem einfachen Prinzip: Bitcoin sparen, Fiat ausgeben und den langfristigen Wertzuwachs der eigenen Bestände unangetastet lassen.

Im Gegensatz zu klassischen BTC-Krediten handelt es sich um eine revolvierende Kreditlinie, bei der nur der tatsächlich genutzte Betrag verzinst wird. Mit rund 13 Prozent Zinsen richtet sich das Angebot allerdings vor allem an erfahrene Bitcoin-Investoren mit größeren Beständen und konservativer Beleihungsquote.

Parallel dazu treibt Strike seine Expansion voran. Mit der kürzlich erhaltenen BitLicense kann das Unternehmen seine Bitcoin-Finanzdienstleistungen nun auch im stark regulierten Finanzmarkt New York anbieten, darunter Bitcoin-Handel, Gehaltszahlungen in BTC und künftig auch bitcoinbesicherte Kredite.

Das Modell folgt einem bekannten Prinzip aus der Finanzwelt: Vermögenswerte werden beliehen, statt verkauft zu werden. Für langfristige Bitcoin-Investoren könnte das eine Möglichkeit sein, Liquidität zu schaffen, ohne ihre Position aufzugeben. Ein weiterer Schritt hin zu einem Finanzsystem, das zunehmend rund um Bitcoin aufgebaut wird.

📄Quellen: BTC-ECHO Strike CoinDesk

HEADLINES

  • 🤖 Studie zeigt: KI-Modelle bevorzugen Bitcoin gegenüber Fiatgeld (Quelle: Blocktrainer)

  • 💵 Institutionelle Nachfrage kehrt zurück: Bitcoin-ETFs verzeichnen Milliarden-Zuflüsse (Quelle: BTC-ECHO)

  • 🛍 Strategy kauft wieder im größeren Stile erst 3.015 und 17.994 weitere Bitcoins für die Bilanz (Quelle: MSTR)

  • 🇵🇾 Paraguay plant staatliche Bitcoin-Mining-Anlagen mit beschlagnahmter Hardware (Quelle: Blocktrainer)

  • 🪙 Core Scientific verkauft Bitcoin im Wert von 175 Millionen und investiert in KI-Rechenzentren (Quelle: CoinDesk)

  • 🗞 Kasachstan bereitet staatlichen Krypto-Fonds mit bis zu 350 Millionen Dollar vor (Quelle: Blocktrainer)

FEAR-GREED INDEX

Quelle: Coinstats

COIN SNAPSHOT

Quelle: CoinMarketCap (09.03.2026, 18:05)

Mining-Branche im Umbruch: Bitcoin-Miner setzen zunehmend auf KI-Infrastruktur

Der KI-Boom verändert auch die Bitcoin-Mining-Industrie. Immer mehr Unternehmen beginnen, ihre Stromkapazitäten und Rechenzentren nicht nur für Mining, sondern zunehmend für künstliche Intelligenz zu nutzen.

Die Bitcoin-Mining-Industrie befindet sich derzeit in einer Phase struktureller Neuordnung. Während einige Unternehmen weiterhin stark auf das Mining-Geschäft setzen, verlagern andere ihren Fokus zunehmend auf Rechenzentren für künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing. Der Miner Riot Platforms meldete für 2025 einen Rekordumsatz von 647,4 Millionen US-Dollar – ein Plus von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber war ein deutlich höherer Mining-Umsatz, begünstigt durch steigende Hashrate-Kapazitäten und einen höheren durchschnittlichen Bitcoin-Preis.

Trotz dieser operativen Erfolge stehen viele Unternehmen der Branche unter Druck. Die Kosten für die Produktion eines Bitcoin stiegen bei Riot im vergangenen Jahr deutlich auf rund 49.600 US-Dollar, nachdem sie 2024 noch bei etwa 32.000 US-Dollar gelegen hatten. Hintergrund ist vor allem der starke Anstieg der globalen Netzwerk-Hashrate, die 2025 um rund 47 Prozent zulegte und damit die Mining-Difficulty deutlich erhöhte.

Gleichzeitig zeichnet sich ein struktureller Trend ab: Immer mehr Mining-Unternehmen nutzen ihre Energieinfrastruktur und Rechenkapazitäten zunehmend für KI-Anwendungen. Riot selbst kaufte kürzlich Land in Texas, nachdem ein aktivistischer Investor darauf gedrängt hatte, stärker in KI- und High-Performance-Computing zu expandieren. Auch andere Branchenteilnehmer wie Hive, Hut 8 oder TeraWulf arbeiten daran, ihre bestehenden Mining-Anlagen in Rechenzentren für KI-Workloads umzuwandeln.

Der Erfolg von Riot, aber auch der jüngste Verkauf von rund 1.900 Bitcoin im Wert von 175 Millionen US-Dollar durch Core Scientific, deutet auf einen strukturellen Wandel in der Branche hin. Bitcoin-Mining entwickelt sich zunehmend zu einem Teil des größeren Infrastrukturmarktes für Rechenleistung. Miner verfügen bereits über genau die Ressourcen, die KI-Unternehmen dringend benötigen: günstigen Strom und große Rechenzentren. Damit positioniert sich die Branche zunehmend an der Schnittstelle zweier zentraler Trends, digitaler Knappheit durch Bitcoin und wachsender Rechenleistung durch künstliche Intelligenz.

📄Quellen: CoinDesk BTC-ECHO

Die strukturellen Trends rund um Bitcoin bleiben intakt und dürften auch in den kommenden Wochen für neue Dynamik sorgen.

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Eine erfolgreiche Woche,

Vincent von Bits&Satoshis

Disclaimer: Dieser Newsletter dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Der Newsletter bietet keine Finanzberatung, und die hier bereitgestellten Inhalte stellen keine Anlageberatung dar. Bitte führe stets eigene Recherchen durch und konsultiere bei Bedarf einen professionellen Berater, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst. Investitionen in Bitcoin und Vermögenswerte sind mit Risiken verbunden.

1 Hashrate: Die Hashrate ist die Geschwindigkeit, mit der das Bitcoin-Netzwerk kryptografische Berechnungen durchführt, um neue Blöcke zu finden und Transaktionen zu sichern. Wenn die Hashrate steigt, arbeiten mehr Computer im Bitcoin-Netzwerk, was es sicherer macht und das Mining schwerer. Wenn die Hashrate fällt, machen weniger Computer mit, das Netzwerk wird etwas unsicherer und das Mining leichter.

2 US ETF Bitcoins: Der steigende Bitcoin-Besitz der US-ETFs zeigt, dass institutionelles Interesse und Vertrauen in Bitcoin zunehmen, was zu höherer Liquidität, potenziellem Preisdruck nach oben und einer größeren Akzeptanz als etabliertes Anlagegut führen kann.

3 Mining Difficulty: zeigt, wie schwer es ist, im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Block zu finden, und passt sich etwa alle zwei Wochen an, damit im Schnitt alle 10 Minuten ein Block entsteht.
Sie ist ein relativer Wert ohne Einheit – etwa bedeutet eine Difficulty von 80 T, dass das Mining 80 Billionen Mal schwieriger ist als zu Beginn des Netzwerks.

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