
Liebe Bitlers,
Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Durch die faktische Sperre der Straße von Hormus ist der Ölpreis zuletzt weiter gestiegen, mit spürbaren Folgen auch hierzulande. Die Spritpreise nähern sich erneut der 2-Euro-Marke.
An den Finanzmärkten zeigt sich derweil ein interessantes Bild: Gold konnte seine Rolle als „Safe Haven“ zuletzt nicht bestätigen und verlor vergangene Woche rund 6 %. Bitcoin hingegen scheint von der geopolitischen Unsicherheit bislang kaum beeindruckt und startete stark in die neue Woche bei rund 74.000 US-Dollar.
Langfristig sehen einige Marktbeobachter sogar deutlich größeres Potenzial: Der CIO des Vermögensverwalters Bitwise hält 1 Million US-Dollar pro Bitcoin für möglich, vorausgesetzt, Bitcoin erobert langfristig etwa 17 % des Goldmarktes.
Gleichzeitig wurde vergangene Woche ein weiterer Meilenstein erreicht: Mehr als 20 Millionen Bitcoin wurden bereits geschürft. Für die verbleibende letzte Million Coins wird es jedoch noch über ein Jahrhundert dauern, bis etwa zum Jahr 2140.
Was sonst noch wichtig war, lest ihr in der KW11-Ausgabe unseres Bits&Satoshis Weekly.
🔑 KENNZAHLEN
2⃣1⃣ 20 Millionen Bitcoin & warum die letzten 5 % über ein Jahrhundert dauern
Das Bitcoin-Netzwerk hat letzte Woche einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht: Mehr als 20 Millionen Bitcoin wurden bereits geschürft. Damit existieren über 95 % der maximal möglichen Gesamtmenge von 21 Millionen BTC.
Was zunächst wie eine einfache Zahl wirkt, zeigt eine der faszinierendsten Eigenschaften von Bitcoin: seine programmierte Knappheit. Während die ersten 20 Millionen Coins in rund 17 Jahren entstanden sind, wird es über ein weiteres Jahrhundert dauern, bis die letzten rund eine Million Bitcoin gemined werden.
Der Grund dafür liegt im Design des Netzwerks. Etwa alle vier Jahre halbiert sich durch das sogenannte Halving die Menge neuer Bitcoin. Aktuell erhalten Miner pro Block noch 3,125 BTC, was rund 450 neue Bitcoin pro Tag bedeutet. Beim nächsten Halving im Jahr 2028 halbiert sich diese Menge erneut. Dadurch sinkt die Inflationsrate kontinuierlich, derzeit liegt sie bereits unter 1 % pro Jahr und damit sogar unter der jährlichen Angebotsausweitung von Gold.
Tatsächlich dürfte die real verfügbare Menge an Bitcoin noch deutlich kleiner sein. Schätzungen zufolge gelten 3 bis 4 Millionen BTC als dauerhaft verloren, etwa durch vergessene Private Keys oder zerstörte Datenträger. Selbst die 50 BTC aus dem Genesis-Block sind technisch nicht ausgebbar. Die tatsächlich handelbare Menge ist daher vermutlich deutlich geringer als die Blockchain-Statistik vermuten lässt.
Die letzten Bruchteile eines Bitcoin werden voraussichtlich erst um das Jahr 2140 erzeugt. Die Angebotskurve flacht also immer stärker ab – ein Prozess, der die relative Knappheit von Bitcoin mit der Zeit weiter erhöht.

Der Meilenstein von 20 Millionen Bitcoin ist weniger wegen der Zahl selbst relevant, sondern wegen der Perspektive, die er eröffnet. Zum ersten Mal wird greifbar, wie ungewöhnlich Bitcoins monetäre Architektur ist. Während klassische Geldsysteme ihre Geldmenge jederzeit ausweiten können, ist die zukünftige Angebotsentwicklung von Bitcoin bereits heute für mehr als ein Jahrhundert vorhersehbar. Genau diese Planbarkeit könnte langfristig zu einer der wichtigsten Eigenschaften des Netzwerks werden.
📄Quellen: 99 Bitcoins↗ Blocktrainer ↗
HEADLINES
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FEAR-GREED INDEX

Quelle: CoinStats
COIN SNAPSHOT

Quelle: CoinMarketCap (16.03.2026; 16:00)
🪙 Wie Bitcoin auf 1 Million Dollar laut Hougan steigen könnte
Der CIO des Vermögensverwalters Bitwise Asset Management, Matt Hougan, hat in einem neuen Memo erklärt, warum ein Bitcoin-Preis von 1 Million US-Dollar langfristig durchaus realistisch sein könnte.
Seine Argumentation ist überraschend einfach: Bitcoin wird zunehmend als digitaler Wertspeicher gesehen und konkurriert damit vor allem mit Gold. Der gesamte Markt für solche Vermögenswerte liegt heute bei rund 38 Billionen Dollar, wovon Bitcoin aktuell nur etwa 4 % ausmacht.
Viele Investoren unterschätzen laut Hougan jedoch einen entscheidenden Punkt: Dieser Markt wächst stetig. Sollte der globale „Store-of-Value“-Markt in den nächsten zehn Jahren auf etwa 121 Billionen Dollar anwachsen, müsste Bitcoin lediglich rund 17 % davon ausmachen, um einen Preis von 1 Million Dollar pro Coin zu erreichen.
Ein wichtiger Treiber dieser Entwicklung ist die zunehmende institutionelle Nachfrage. Bitcoin-ETFs gehören inzwischen zu den am schnellsten wachsenden ETFs der Geschichte, und große Investoren, von Universitätsfonds bis zu Staatsfonds, beginnen, Bitcoin in ihre Portfolios aufzunehmen.

Der genaue Zeitpunkt bleibt natürlich unsicher. Doch die 1-Million-Dollar-These ist weniger eine kurzfristige Kursprognose als vielmehr eine Aussage darüber, welche Rolle Bitcoin langfristig im globalen Geldsystem einnehmen könnte. Wenn Bitcoin sich tatsächlich als globaler digitaler Wertspeicher etabliert, würde ein solcher Preis weniger spektakulär wirken, sondern eher wie eine Konsequenz seiner monetären Eigenschaften.
📄Quellen: CoinDesk ↗ Blocktrainer ↗Yahoo Finance↗
Während geopolitische Spannungen Märkte verunsichern und Gold schwächelt, rückt Bitcoin zunehmend in den Fokus als alternatives Wertspeicher-Asset. Der Meilenstein von 20 Millionen geminten BTC zeigt gleichzeitig, wie einzigartig sein langfristig begrenztes Angebot wirklich ist.
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Vincent von Bits&Satoshis
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1 Hashrate: Die Hashrate ist die Geschwindigkeit, mit der das Bitcoin-Netzwerk kryptografische Berechnungen durchführt, um neue Blöcke zu finden und Transaktionen zu sichern. Wenn die Hashrate steigt, arbeiten mehr Computer im Bitcoin-Netzwerk, was es sicherer macht und das Mining schwerer. Wenn die Hashrate fällt, machen weniger Computer mit, das Netzwerk wird etwas unsicherer und das Mining leichter.
2 US ETF Bitcoins: Der steigende Bitcoin-Besitz der US-ETFs zeigt, dass institutionelles Interesse und Vertrauen in Bitcoin zunehmen, was zu höherer Liquidität, potenziellem Preisdruck nach oben und einer größeren Akzeptanz als etabliertes Anlagegut führen kann.
3 Mining Difficulty: zeigt, wie schwer es ist, im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Block zu finden, und passt sich etwa alle zwei Wochen an, damit im Schnitt alle 10 Minuten ein Block entsteht.
Sie ist ein relativer Wert ohne Einheit – etwa bedeutet eine Difficulty von 80 T, dass das Mining 80 Billionen Mal schwieriger ist als zu Beginn des Netzwerks.

