
Liebe Bitlers,
Die zweite Kalenderwoche des neuen Jahres ist abgeschlossen. Nach einem turbulenten Auftakt mit den Ereignissen in Venezuela und den daraus resultierenden geopolitischen Spannungen kehrte in der vergangenen Woche spürbar mehr Ruhe in den Markt ein. Der Bitcoin-Kurs bewegte sich weitgehend seitwärts, ohne größere Ausschläge, und notiert aktuell bei 78.293 EUR. Auch die Fundamentaldaten zeigten sich im Wochenvergleich stabil.
In den USA sorgten derweil mehrere Entwicklungen für Diskussionen: Berichte über einen möglichen Verkauf der im Samourai-Wallet-Fall beschlagnahmten Bitcoin, ebenso wie Spekulationen über eine angebliche venezolanische Bitcoin-Schattenreserve. Gleichzeitig deutet sich ein Strategiewechsel an der Wall Street an, nachdem Morgan Stanley die Auflage eines Bitcoin-ETFs plant.
Für etwas Entspannung bei Bitcoin-Treasury-Unternehmen wie Strategy sorgte zudem die Entscheidung des Indexanbieters MSCI, diese vorerst nicht aus seinen Indizes auszuschließen. Weitere Einordnungen und Hintergründe gibt es wie immer im aktuellen Bits&Satoshis Weekly.
🔑 KENNZAHLEN
🇺🇸 Spekulationen um Venezuelas Bitcoin-Bestände und Unsicherheit über US-Reserve sorgen für neue Debatte
Nach dem mutmaßlichen Machtumbruch in Venezuela sorgten spekulative Berichte über mögliche Bitcoin-Bestände für Aufsehen, ohne belastbare On-Chain-Belege. Gleichzeitig löste der Samourai-Fall in den USA erneut Debatten um die strategische Bitcoin-Reserve aus, nachdem ein vermuteter Verkauf später dementiert wurde.
Der mutmaßliche Angriff und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten waren nicht die einzigen brisanten Entwicklungen dieser Tage. Kurz darauf rückten spekulative Berichte über mögliche Bitcoin-Bestände Venezuelas in den Fokus. Analysten stellten die These auf, dass die offiziell bekannten Reserven von rund 240 Bitcoin lediglich einen Bruchteil der tatsächlichen Bestände darstellen könnten. Auf Basis nicht verifizierter Modelle, jedoch ohne belastbare On-Chain-Daten wurden diese teils auf bis zu 600.000 Bitcoin geschätzt.
Dieser hypothetische Bestand soll laut Journalisten über mehrere Jahre aufgebaut worden sein, unter anderem durch Gold-Swaps zwischen 2018 und 2020, Öl- und USDT-Transaktionen in den Jahren 2023 bis 2025 sowie beschlagnahmte Mining-Erlöse. Als möglicher Schlüsselakteur gilt Alex Saab, venezolanischer Industrieminister, enger Vertrauter von Maduro und ehemaliger Informant der US-Behörden. Offen bleibt, ob Saab tatsächlich Kontrolle über etwaige Bitcoin-Bestände besitzt und ob die USA versuchen könnten, sich eine solche Reserve anzueignen.
Auch in den USA sorgte Bitcoin zuletzt für politische Diskussionen. Senatorin Cynthia Lummis äußerte Besorgnis über einen möglichen Verkauf von 57,5 BTC, die im Samourai-Wallet-Fall konfisziert wurden. On-Chain-Daten zeigten, dass die Bitcoin im November auf eine Coinbase-Prime-Adresse transferiert wurden, deren Saldo inzwischen bei null liegt, was Spekulationen über einen Verkauf auslöste. Der U.S. Marshals Service dementierte jedoch entsprechende Berichte und betonte, dass Kryptowährungen nur dann liquidiert würden, wenn dies mit Executive Order 14233 zur strategischen Bitcoin-Reserve vereinbar sei. Unklar bleibt weiterhin, wie viele Bitcoin die USA tatsächlich halten und wie die Reserve künftig ausgestaltet wird.
📄Quellen: Bingx ↗ BTC-ECHO ↗ ↗ Blocktrainer ↗↗
HEADLINES
🛑 MSCI plant vorerst keinen Ausschluss von Bitcoin-Treasury-Unternehmen aus seinen Indizes (Quelle: Blocktrainer)
📺 Rumble launcht eine Non-Custodial Wallet und ermöglicht Creator-Tips in Bitcoin und Krypto (Quelle: CoinDesk)
📈 BlackRock akkumuliert Milliarden in Bitcoin und Ethereum und signalisiert eine neue Risikophase (Quelle: BTC-ECHO)
🏘 Trumps 200-Milliarden-Anleihekauf könnte neue Liquidität schaffen und Bitcoin Rückenwind geben (Quelle: Börse Online)
🔻Spot-Bitcoin-ETFs starten mit deutlichen Mittelabzügen ins Jahr 2026 (Quelle: BTC-ECHO)
🥷 Stablecoins dominieren illegale Krypto-Nutzung, während der Bitcoin-Anteil weiter sinkt laut Chainalysis (Quelle: Phemex)
🛍 Cathie Wood sieht politische Anreize für Bitcoin-Käufe der USA vor den Midterm-Wahlen (Quelle: Blocktrainer)
⭕ River beziffert den Anteil von Retail-Anlegern am Bitcoin-Umlauf auf 65,1 Prozent (Quelle: BTC-ECHO)
👷 Saylor wirbt für Ethereum-Stablecoin BUCK mit 7 Prozent Rendite über STRC (Quelle: Blocktrainer)
🟢 Bitcoin-Mining als Wärmelieferant Canaan startet Pilotprojekt für emissionsärmeren Pflanzenanbau (Quelle: Yahoo Finance)
🔁 Weiterlesen lohnt sich – weitersenden auch.
Jede Woche kuratieren wir, was in Bitcoin, Wirtschaft & Politik wirklich zählt.
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FEAR-GREED INDEX

Quelle: CoinStats
COIN SNAPSHOT

Quelle: CoinMarketCap (12.01.2026; 16:52)
🏦 Morgan Stanley beantragt Bitcoin- und Solana-Spot-ETFs
Das Finanzinstitut hat bei der U.S. Securities and Exchange Commission Anträge für einen Bitcoin-Spot-ETF und einen Solana-Trust eingereicht und unterstreicht damit das wachsende institutionelle Interesse an regulierten Krypto-Produkten.
Die US-Großbank Morgan Stanley hat bei der U.S. Securities and Exchange Commission Anträge für einen Bitcoin-Spot-ETF sowie einen Solana-Spot-Trust eingereicht. Damit vertieft das Institut seinen Vorstoß in den Kryptomarkt und reiht sich in die wachsende Zahl traditioneller Finanzakteure ein, die auf regulierte Krypto-Produkte setzen.
Der geplante „Morgan Stanley Bitcoin Trust“ soll Bitcoin direkt halten und dessen Kursentwicklung passiv abbilden. Der Fonds verzichtet auf Derivate oder Hebel und orientiert sich an einem Referenzindex großer Spot-Börsen. Auch das Solana-Produkt zielt darauf ab, institutionellen und privaten Anlegern einen regulierten Zugang zu dem Netzwerk zu ermöglichen.
Bemerkenswert ist der Schritt vor allem deshalb, weil Morgan Stanley bislang kaum als ETF-Emittent unter eigener Marke auftrat. Die Bank verwaltet rund 6,4 Billionen US-Dollar an Kundengeldern und verlagert ihre Krypto-Strategie damit zunehmend von der reinen Produktdistribution hin zu eigenen Investmentvehikeln, um Gebühren im Haus zu halten.
Die Einreichungen unterstreichen das wachsende institutionelle Interesse an digitalen Assets. Spot-Bitcoin-ETFs verwalten in den USA inzwischen über 120 Milliarden US-Dollar, und auch Morgan Stanley rechnet offenbar mit anhaltender Nachfrage. Ob sich der neue ETF langfristig neben Platzhirschen wie BlackRock etablieren kann, bleibt jedoch abzuwarten.
Die Entscheidung von Morgan Stanley unterstreicht einmal mehr Bitcoins zunehmende Verankerung im etablierten Finanzsystem. Auch wenn sich das grundsätzliche Sentiment der Bank gegenüber Bitcoin und Krypto kaum geändert haben dürfte, scheint der wachsende Marktdruck und der Erfolg bestehender, Produkte ausreichend Anreiz geliefert zu haben, nun eigene Investmentvehikel für Anleger aufzulegen.
📄Quellen: CoinDesk ↗ Blocktrainer ↗
Bitcoin bewegt sich weiter im Spannungsfeld aus Politik, Institutionen und globalen Narrativen. Wir behalten die Entwicklungen für euch im Blick und ordnen sie wie gewohnt ein.
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1 Hashrate: Die Hashrate ist die Geschwindigkeit, mit der das Bitcoin-Netzwerk kryptografische Berechnungen durchführt, um neue Blöcke zu finden und Transaktionen zu sichern. Wenn die Hashrate steigt, arbeiten mehr Computer im Bitcoin-Netzwerk, was es sicherer macht und das Mining schwerer. Wenn die Hashrate fällt, machen weniger Computer mit, das Netzwerk wird etwas unsicherer und das Mining leichter.
2 US ETF Bitcoins: Der steigende Bitcoin-Besitz der US-ETFs zeigt, dass institutionelles Interesse und Vertrauen in Bitcoin zunehmen, was zu höherer Liquidität, potenziellem Preisdruck nach oben und einer größeren Akzeptanz als etabliertes Anlagegut führen kann.
3 Mining Difficulty: zeigt, wie schwer es ist, im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Block zu finden, und passt sich etwa alle zwei Wochen an, damit im Schnitt alle 10 Minuten ein Block entsteht.
Sie ist ein relativer Wert ohne Einheit – etwa bedeutet eine Difficulty von 80 T, dass das Mining 80 Billionen Mal schwieriger ist als zu Beginn des Netzwerks.

