Liebe Bitlers,
wir wünschen dir ein frohes und gesundes Jahr 2026! 🎉 Hoffentlich hattest du einen gelungenen Jahreswechsel. Der Start ins neue Jahr war makroökonomisch bereits äußerst turbulent: Der US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro sorgten international für Schlagzeilen. Bitcoin zeigte sich zum Jahreswechsel leicht positiv und notiert aktuell bei rund 80.203 Euro.

Seit Jahresbeginn ist zudem DAC 8 in Kraft getreten. Damit beginnt die systematische Erfassung von Transaktionsdaten durch Krypto-Börsen. Was das für Anleger bedeutet, erklären wir in diesem Newsletter kurz und verständlich.

Zum Jahresende hat Metaplanet seine Bitcoin-Bestände nochmals deutlich aufgestockt, während die Spot-Bitcoin-ETFs mit starken Zuflüssen ins neue Jahr gestartet sind. Die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Woche findet ihr wie gewohnt kompakt zusammengefasst hier.

🔑 KENNZAHLEN

1028,72 EH/s

🔽 6,43%

(1099,36 EH/s pw)

1.301.880 BTC

🔼 0,36%

(1.297.216 BTC/pw)

148,26 T

0%

(148,26 T/pw)

📏 DAC 8 ist da: Was du als Bitcoin Anleger ab diesem Jahr wissen musst

Der Bundestag hat im November die EU-Richtlinie DAC8 beschlossen. Ab 2026 müssen Krypto-Dienstleister Nutzerdaten und Transaktionen erfassen und ab 2027 an das Bundeszentralamt für Steuern melden. Ziel ist es, Steuerhinterziehung im Kryptomarkt einzudämmen und die Transparenz für Anleger zu erhöhen. Was das konkret für dich liest du hier.

Neue Meldepflicht ab 2026

Das EU-Gesetz DAC 8 wurde bereits 2023 verabschiedet und tritt ab dem 1. Januar 2026 in Kraft. Es basiert auf dem OECD-Standard CARF und regelt den automatischen, grenzüberschreitenden Austausch steuerrelevanter Krypto-Transaktionsdaten. In deutsches Recht wurde DAC 8 am 6. November 2025 mit breiter Mehrheit im Bundestag überführt; Vorstöße zur Abschaffung der steuerfreien Haltefrist für Krypto-Gewinne scheiterten jedoch.

Mit DAC 8 werden Krypto-Dienstleister verpflichtet, bestimmte Transaktionen ihrer Kunden an die Finanzbehörden zu melden. Ziel ist es, die Besteuerung von Krypto-Gewinnen – insbesondere bei der Nutzung ausländischer Börsen – zu erleichtern. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Durch einen automatisierten Informationsaustausch zwischen EU-Staaten und teilnehmenden Drittstaaten soll Steuerhinterziehung im Kryptobereich gezielt bekämpft werden. Krypto-Dienstleister müssen dafür Identitätsdaten ihrer Kunden sowie zusammengefasste Informationen zu meldepflichtigen Transaktionen wie Käufen, Verkäufen, Swaps und Ein- und Auszahlungen übermitteln. Zusätzlich sind sie verpflichtet, steuerliche Selbstauskünfte der Nutzer einzuholen und bei fehlender Mitwirkung Konten zu sperren oder Transaktionen einzufrieren.

Was bedeuten die neuen Regeln für Bitcoin- & Krypto-Anleger?

Ab 2027 müssen Krypto-Dienstleister die ab 2026 erfassten Nutzerdaten und Transaktionen jährlich an das Bundeszentralamt für Steuern melden, das diese an nationale und internationale Finanzbehörden weiterleitet. Börsen mit Lizenz in teilnehmenden Ländern sind zur Kooperation verpflichtet, wodurch steuerlich relevante Krypto-Geschäfte künftig deutlich transparenter werden und Steuerhinterziehung erheblich erschwert wird.

Tatsächlich verfolgen Finanzbehörden Krypto-Steuerverstöße schon seit Jahren mithilfe von Datenauswertungen, KYC-Informationen und Analyse-Tools, da Blockchains grundsätzlich öffentlich einsehbar sind. Für Anleger wird es daher ab 2026 umso wichtiger, alle Transaktionen sauber zu dokumentieren und Gewinne korrekt zu versteuern, da Krypto-Erträge – anders als Aktiengewinne – nicht automatisch besteuert werden, sondern mit dem persönlichen Einkommensteuersatz ab einer Freigrenze von 1.000 Euro.

Positiv bleibt, dass Gewinne aus Bitcoin und Kryptowährungen in DE derzeit nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr weiterhin steuerfrei sind. Für langfristig orientierte Privatanleger besteht daher kein unmittelbarer Handlungsdruck. Dennoch sollten sich Nutzer darauf einstellen, dass Börsen künftig Daten melden und zusätzliche Selbstauskünfte verlangen. Eine saubere Dokumentation aller Transaktionen ist daher sinnvoll, um bei möglichen Rückfragen der Behörden vorbereitet zu sein.

HAPPY 17. BIRTDHAY BITCOIN 🎉

Das Bitcoin-Netzwerk wurde am 3. Januar 2009 mit dem sogenannten Genesis-Block von Satoshi Nakamoto gestartet und feierte am 03.01. seinen 17. Geburtstag. Der Genesis-Block gilt als historischer und ideologischer Ursprung von Bitcoin und enthält eine versteckte Botschaft zur Kritik am bestehenden Finanzsystem. Gleichzeitig erinnert der „Proof of Keys Day“ daran, Bitcoin in Selbstverwahrung zu halten, ganz nach dem Prinzip „Not your keys, not your coins“.

Erstellt mit NanoBanana

HEADLINES

  • 🛍 Metaplanet stockt seine Bitcoin-Bestände zum Jahresende mit einem Kauf über 451 Millionen US-Dollar deutlich auf (Quelle: BTC-ECHO)

  • 🔫 Iran nutzt Bitcoin und andere Kryptowährungen für Waffenverkäufe zur Umgehung internationaler Sanktionen (Quelle: Blocktrainer)

  • 💰 Starker Start ins Jahr 2026 mit deutlich steigenden Zuflüssen bei Bitcoin-ETFs (Quelle: BTC-ECHO)

  • 🏦 Sberbank vergibt Russlands ersten kryptogedeckten Kredit an den Bitcoin-Miner Unternehmen (Quelle: CoinDesk)

  • 👴 Warren Buffett zieht sich zurück – steigt Berkshire Hathaway jetzt in Bitcoin ein? (Quelle: BTC-ECHO)

  • 🆓Trump lässt Bitfinex-Hacker Ilya Lichtenstein vorzeitig aus der Haft entlassen (Quelle: CNBC)

🔁 Weiterlesen lohnt sich – weitersenden auch.


Jede Woche kuratieren wir, was in Bitcoin, Wirtschaft & Politik wirklich zählt.
Wenn dir dieser Überblick gefällt, teil ihn mit jemandem, der seine Woche ebenfalls mit Kontext beginnen sollte.

FEAR-GREED INDEX

Quelle: CoinStats

COIN SNAPSHOT

Quelle: CoinMarketCap (05.01.2026; 17:53)

🇻🇪 Venezuela, Öl und Bitcoin: Warum die Märkte plötzlich optimistisch reagieren

Der US-Angriff auf Venezuela sorgt geopolitisch für Spannungen und lässt Bitcoin steigen. Die Festnahme von Nicolás Maduro und Hoffnungen auf sinkende Energiepreise verändern die Erwartungen der Märkte spürbar.

Die USA haben Venezuela in der Nacht auf Samstag militärisch angegriffen und den langjährigen Machthaber Nicolás Maduro festgenommen. Washington spricht von einer illegitimen Präsidentschaft und kündigte an, eine Übergangsregierung zu unterstützen. International sind die Reaktionen gespalten: Während es in Venezuela Zustimmung und Ablehnung gibt, verurteilten Staaten wie Russland den Einsatz als völkerrechtswidrig.

Brisant ist der Schritt vor allem wegen Venezuelas enormer Bedeutung für den globalen Energiemarkt. Das Land verfügt über die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Ölreserven sichern zu wollen, und stellte eine vorübergehende US-Verwaltung in Aussicht. Übergangsweise übernahm Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die Amtsgeschäfte.

An den Märkten reagierte Bitcoin überraschend positiv. Der Kurs stieg über 91.000 US-Dollar und setzt damit seine Erholung zum Jahresauftakt 2026 fort. Viele Analysten gehen davon aus, das dieser Eingriff bereits einpreist ist. Marktbeobachter führen dies auf die Erwartung sinkender Energiepreise, geringerer Inflation und eine potenziell lockerere Geldpolitik in den USA zurück. Dieses Umfeld gilt als förderlich für Risikoanlagen wie Bitcoin – der jüngste Kursanstieg wird daher eher als Ausdruck veränderter makroökonomischer Erwartungen gewertet.

📄Quellen: CoinDesk Forklog BTC-ECHO

Der Start ins neue Jahr hatte es direkt in sich. Umso spannender bleibt die Frage, welche Entwicklungen 2026 für Bitcoin bereithält.

Dir hat die Ausgabe gefallen? Lass es uns in einem Klick wissen 👇

Eine erfolgreiche Woche,

Dein Bits&Satoshis Team

Disclaimer: Dieser Newsletter dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Der Newsletter bietet keine Finanzberatung, und die hier bereitgestellten Inhalte stellen keine Anlageberatung dar. Bitte führe stets eigene Recherchen durch und konsultiere bei Bedarf einen professionellen Berater, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst. Investitionen in Bitcoin und Vermögenswerte sind mit Risiken verbunden.

1 Hashrate: Die Hashrate ist die Geschwindigkeit, mit der das Bitcoin-Netzwerk kryptografische Berechnungen durchführt, um neue Blöcke zu finden und Transaktionen zu sichern. Wenn die Hashrate steigt, arbeiten mehr Computer im Bitcoin-Netzwerk, was es sicherer macht und das Mining schwerer. Wenn die Hashrate fällt, machen weniger Computer mit, das Netzwerk wird etwas unsicherer und das Mining leichter.

2 US ETF Bitcoins: Der steigende Bitcoin-Besitz der US-ETFs zeigt, dass institutionelles Interesse und Vertrauen in Bitcoin zunehmen, was zu höherer Liquidität, potenziellem Preisdruck nach oben und einer größeren Akzeptanz als etabliertes Anlagegut führen kann.

3 Mining Difficulty: zeigt, wie schwer es ist, im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Block zu finden, und passt sich etwa alle zwei Wochen an, damit im Schnitt alle 10 Minuten ein Block entsteht.
Sie ist ein relativer Wert ohne Einheit – etwa bedeutet eine Difficulty von 80 T, dass das Mining 80 Billionen Mal schwieriger ist als zu Beginn des Netzwerks.

Reply

or to participate