Liebe Bitlers,
wir hoffen, ihr hattet ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest im Kreis eurer Liebsten und konntet zwischen Braten und Plätzchen etwas Kraft für den Jahresendspurt sammeln. Ähnlich ruhig präsentierte sich auch der Bitcoin-Markt: Der Kurs bewegte sich in der vergangenen Woche weitgehend seitwärts um die Marke von 74.000 Euro.

Abseits der Kursbewegung sorgten jedoch mehrere Entwicklungen für Aufmerksamkeit. In den diplomatischen Gesprächen zwischen den USA und Russland kam Berichten zufolge die Frage auf, ob Energie aus dem Atomkraftwerk Saporischschja im Rahmen von Friedensbemühungen künftig auch für Mining-Aktivitäten genutzt werden könnte. Gleichzeitig setzte Strategy ein defensives Zeichen, indem die Treasury die Cash-Reserve ausbaut und auf neue Bitcoin-Käufe verzichtet.

Zum Jahresende ließ zudem die Dynamik bei den Bitcoin-ETFs nach: Innerhalb von fünf Handelstagen verzeichneten sie Abflüsse von rund 825 Millionen US-Dollar.

Diese und weitere Entwicklungen haben wir wie gewohnt für euch eingeordnet – in unserer letzten Weekly Ausgabe des Jahres 2025.

🔑 KENNZAHLEN

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TOP READ

AKW Saporischschja im Fokus - Energie für Bitcoin-Mining Teil der Verhandlungen

Während über einen möglichen Frieden zwischen Russland und der Ukraine verhandelt wird, rückt ein unerwartetes Thema in den Fokus: die Nutzung der Energie des größten Atomkraftwerks Europas für Bitcoin-Mining. Das AKW Saporischschja wird damit nicht nur zu einem sicherheitspolitischen, sondern auch zu einem wirtschaftlichen und technologischen Streitpunkt.

Im Zuge laufender diplomatischer Bemühungen im Krieg zwischen der Ukraine und Russland haben die USA Interesse an der Nutzung der Energie des Atomkraftwerks Saporischschja bekundet. Laut Berichten steht dabei auch die Möglichkeit im Raum, überschüssigen Strom für Bitcoin-Mining zu verwenden.

Das von Russland kontrollierte Kraftwerk ist das größte Kernkraftwerk Europas und lieferte vor dem Krieg rund 20 % des ukrainischen Stroms. Seit der Übernahme durch russische Truppen im März 2022 sind alle sechs Reaktoren außer Betrieb. Die Zukunft des Kraftwerks ist bislang ungeklärt und ein zentraler Streitpunkt der Friedensverhandlungen.

Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, die USA hätten Interesse an einer Mitverwaltung des AKWs geäußert, unter anderem mit dem Ziel, dessen Energie für Krypto-Mining zu nutzen – ohne Beteiligung der Ukraine. Kiew weist diese Darstellung als unbelegt zurück. Präsident Selenskyj betont, es gebe bislang keine Einigung, sondern lediglich einen US-Vorschlag für eine gemeinsame Verwaltung durch Ukraine, Russland und die USA. Internationale Organisationen warnen zudem, dass eine Reaktivierung des Kraftwerks unter den aktuellen Bedingungen sicherheitstechnisch nicht vertretbar sei.

Neben sicherheitspolitischen Fragen spielen auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Die USA verknüpfen ihre Unterstützung für die Ukraine zunehmend mit strategischem Zugang zu Ressourcen. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Nutzung der Kernenergie für Bitcoin-Mining denkbar, zumal die US-Regierung den Ausbau einer nationalen Bitcoin-Strategie anstrebt. Eine unabhängige Bestätigung dafür liegt jedoch nicht vor.

Auch Russland könnte ein Interesse an der Nutzung der Energie für Mining haben. Das Land hält rund 16 % der globalen Hashrate und betrachtet Bitcoin-Mining zunehmend als wirtschaftlich stabilisierende Aktivität. Saporischschja bleibt damit ein geopolitisch wie wirtschaftlich hochsensibler Faktor der laufenden Verhandlungen.

💭 Bits&Satoshis Take:


Der Fall Saporischschja zeigt, wie sehr Bitcoin-Mining inzwischen Teil geopolitischer und energiepolitischer Überlegungen geworden ist. Was früher als rein private Industrie galt, wird heute als strategisches Instrument zur Verwertung großer, schwer integrierbarer Energiequellen diskutiert – selbst in hochsensiblen Konfliktregionen.

Unabhängig davon, ob dieses konkrete Szenario Realität wird, markiert die Debatte einen Paradigmenwechsel: Bitcoin-Mining wird nicht mehr nur reguliert oder kritisiert, sondern als wirtschaftliche Option auf staatlicher Ebene mitgedacht. Damit ist Mining endgültig im Zentrum globaler Macht-, Energie- und Wirtschaftsfragen angekommen.

📄Quellen: FinanceFeeds Blick Blocktrainer

HEADLINES

  • 🎖 BlackRocks IBIT verzeichnet 25,4 Mrd. USD Nettozuflüsse und liegt vor Gold-ETFs (Quelle: BTC-ECHO)

  • 🏦 JPMorgan plant Bitcoin- und Krypto-Handelsangebot für institutionelle Kunden (Quelle: Blocktrainer)

  • 🪪 Coinfinty erhält als nächste österreichische Bitcoin-only Plattform MiCAR-Lizenz (Quell: coinfinity)

  • 🇷🇺 Russische Zentralbank schlägt überarbeite Krypto-Regulierung für Inland vor (Quelle: AVRonline)

  • 📉 Flash-Crash auf Binance: Bitcoin kurzzeitig bei 24.000 USD – Manipulationsverdacht (Quelle: BTC-ECHO)

  • 🔻 Extremprognose: Bloomberg-Analyst hält Bitcoin-Einbruch auf 10.000 USD für möglich (Quelle: Blocktrainer)

  • 💰 Bitcoin ETFs verzeichnen 825 Millionen USD Abflüsse zum Jahresende (Quelle: BTC-ECHO)

🔁 Weiterlesen lohnt sich – weitersenden auch.


Jede Woche kuratieren wir, was in Bitcoin, Wirtschaft & Politik wirklich zählt.
Wenn dir dieser Überblick gefällt, teil ihn mit jemandem, der seine Woche ebenfalls mit Kontext beginnen sollte.

FEAR-GREED INDEX

Quelle: CoinStats

COIN SNAPSHOT

Quelle: CoinMarketCap (29.12.2025, 17:30)

TOP READ II

🪙 MSTR erhöht seine Cash-Reserven um 748 Millionen US-Dollar

Zum Jahresende bremst Michael Saylor seine Bitcoin-Käufe und stockt stattdessen die Cash-Reserve von Strategy deutlich auf. Ein Signal wachsender Vorsicht – und möglicherweise ein Hinweis auf ein anspruchsvolles Marktumfeld 2026.

Wie gewohnt veröffentlichte Strategy-Gründer Michael Saylor am Sonntag seinen bekannten Bitcoin-Tracker mit den Worten: „Grüne Punkte erzeugen orangefarbene Punkte.“ Viele Beobachter erwarteten daraufhin einen weiteren Bitcoin-Kauf. Stattdessen kündigte das Unternehmen einen strategischen Schritt an: den weiteren Ausbau seiner Cash-Reserve. Strategy erhöhte seine US-Dollar-Reserven um 748 Mio. US-Dollar auf insgesamt 2,19 Milliarden US-Dollar.

Ziel der Fiat-Reserve ist es, die laufenden Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien sowie Zinsverpflichtungen langfristig abzusichern. Laut Saylor ergänzt die USD-Reserve die bestehende Bitcoin-Treasury und soll das Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber kurzfristigen Marktschwankungen machen. Mit dem aktuellen Cash-Polster kann Strategy die Dividenden der Vorzugsaktien für rund 32 Monate finanzieren, ohne Bitcoin verkaufen zu müssen.

Der Reserveaufbau ging jedoch mit einer Pause bei neuen Bitcoin-Käufen einher, nachdem Strategy in den zwei Wochen zuvor noch Bitcoin im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar erworben hatte. An der grundsätzlichen Ausrichtung ändert das wenig: Strategy hält weiterhin 671.268 BTC mit einem Marktwert von rund 60,4 Milliarden US-Dollar. Der BTC Yield liegt bei 24,9 Prozent und zeigt, dass Aktionäre trotz Kapitalmaßnahmen indirekt einen wachsenden Bitcoin-Anteil repräsentieren.

📄Quellen: CoinDesk BTC-ECHO

2025 war ein ereignisreiches Jahr für Bitcoin – geprägt von neuen Allzeithochs ebenso wie von Phasen erhöhter Unsicherheit. Insgesamt lässt sich das Jahr als ein Reifeprozess beschreiben: vom breiten institutionellen Einstieg über Spot-ETFs und Unternehmens-Treasuries bis hin zu ersten nationalen Reserve-Diskussionen. Dass Bitcoin inzwischen sogar in geopolitischen Gesprächen und energiepolitischen Überlegungen auftaucht, zeigt, wie stark sich seine Rolle im globalen Finanzsystem verändert hat.

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Dein Bits&Satoshis Team

Disclaimer: Dieser Newsletter dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Der Newsletter bietet keine Finanzberatung, und die hier bereitgestellten Inhalte stellen keine Anlageberatung dar. Bitte führe stets eigene Recherchen durch und konsultiere bei Bedarf einen professionellen Berater, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst. Investitionen in Bitcoin und Vermögenswerte sind mit Risiken verbunden.

1 Hashrate: Die Hashrate ist die Geschwindigkeit, mit der das Bitcoin-Netzwerk kryptografische Berechnungen durchführt, um neue Blöcke zu finden und Transaktionen zu sichern. Wenn die Hashrate steigt, arbeiten mehr Computer im Bitcoin-Netzwerk, was es sicherer macht und das Mining schwerer. Wenn die Hashrate fällt, machen weniger Computer mit, das Netzwerk wird etwas unsicherer und das Mining leichter.

2 US ETF Bitcoins: Der steigende Bitcoin-Besitz der US-ETFs zeigt, dass institutionelles Interesse und Vertrauen in Bitcoin zunehmen, was zu höherer Liquidität, potenziellem Preisdruck nach oben und einer größeren Akzeptanz als etabliertes Anlagegut führen kann.

3 Mining Difficulty: zeigt, wie schwer es ist, im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Block zu finden, und passt sich etwa alle zwei Wochen an, damit im Schnitt alle 10 Minuten ein Block entsteht.
Sie ist ein relativer Wert ohne Einheit – etwa bedeutet eine Difficulty von 80 T, dass das Mining 80 Billionen Mal schwieriger ist als zu Beginn des Netzwerks.

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